Wissen
Die Blitzer.de-Gemeinschaft hinter den Meldungen
Warum ein mobiler Blitzer hier oft wenige Minuten nach dem Aufbau steht: über sechs Millionen Melder, gegenseitige Bestätigung und eine eigene Verkehrsredaktion.
Fast jede Meldung auf dieser Website hat einen Menschen als Urheber. Sie stammt aus der Blitzer.de-Gemeinschaft, mit über sechs Millionen aktiven Nutzern der größten Verkehrs-Gemeinschaft Europas. Wer wissen will, wie verlässlich die Angaben hier sind, muss wissen, wie sie zustande kommen.
Wie eine Meldung entsteht
Ein Fahrer sieht eine Geschwindigkeitskontrolle, ein Stauende, ein liegengebliebenes Fahrzeug – und meldet es mit einem Griff in der App. Die Meldung erscheint sofort bei allen, die sich derselben Stelle nähern. Jeder von ihnen kann sie bestätigen oder verwerfen, wenn dort nichts mehr ist.
Aus diesen Rückmeldungen entsteht die Verlässlichkeitsangabe, die auf dieser Website an vielen Meldungen steht: von „unsicher" über „wahrscheinlich" bis „sicher". Eine Meldung, die niemand bestätigt, verschwindet wieder. Eine, die mehrfach bestätigt wurde, bleibt – und zwar so lange, wie die Gemeinschaft sie bestätigt, nicht nach einem festen Zeitplan.
Über die Meldungen aus der App hinaus laufen Hinweise über weitere Kanäle ein. Eine eigene Verkehrsredaktion prüft die täglich mehreren tausend Meldungen auf Plausibilität. Das ist der Unterschied zu einem rein automatischen Meldesystem: Zwischen dem Hinweis und der Anzeige steht in Zweifelsfällen ein Mensch.
Warum die Größe der Gemeinschaft die Qualität bestimmt
Bei einem Meldesystem hängt alles an der Zahl der Melder, und zwar doppelt. Sie bestimmt, wie schnell etwas überhaupt bemerkt wird, und sie bestimmt, wie schnell sich ein Irrtum korrigiert. Auf einer Autobahn, auf der zu jeder Tageszeit tausende Nutzer unterwegs sind, steht eine neue Messstelle binnen Minuten in der Datenbank und ist binnen weiterer Minuten mehrfach bestätigt.
Für mobile Geschwindigkeitskontrollen gibt es zu dieser Quelle keine Alternative. Eine mobile Messstelle wird nirgends amtlich veröffentlicht; sie kann nur beobachtet werden. Wer sie kennen will, ist auf andere angewiesen, die vorher dort vorbeigekommen sind.
Bei festen Blitzern kommt eine gepflegte Datenbank hinzu, die weltweit über 109.000 Standorte umfasst und laufend nachgeführt wird. Feste Anlagen stehen jahrelang, werden aber auch abgebaut, umgebaut und neu aufgestellt – ohne fortlaufende Pflege veraltet eine solche Liste still.
Was die Gemeinschaft nicht leisten kann
Wo wenig gefahren wird, wird auch wenig gemeldet. Auf einer Nebenstraße im ländlichen Raum kann eine Kontrolle den ganzen Tag stehen, ohne dass sie jemand meldet, und eine erledigte Meldung kann dort länger stehen bleiben, weil niemand vorbeikommt, der sie verwirft. Das ist keine Schwäche dieser Gemeinschaft, sondern die Eigenschaft jedes Meldesystems: Es sieht genau so viel, wie seine Melder sehen.
Aus demselben Grund steht an jeder Meldung auf dieser Website, wann sie zuletzt gemeldet oder bestätigt wurde. Eine Meldung von vor drei Minuten und eine von vor drei Stunden sehen sonst gleich aus, und sie sind es nicht.
Die App
Diese Website zeigt den Bestand der Gemeinschaft zum Nachschlagen: nach Ort, nach Strecke, nach Meldungsart, mit Verlauf. Was sie nicht kann, ist warnen, während man fährt – dafür gibt es die Blitzer.de-App für Android und iPhone, die seit Jahren zu den meistgenutzten Autofahrer-Apps in Deutschland gehört. Wer meldet statt nur zu lesen, macht die Angaben für alle anderen besser; das ist der ganze Mechanismus.